Man lernt nie aus – oder: Haben die Tugenden und Werte der Boomer ausgedient?
Shownotes
In dieser Folge des Mutter-Tochter-Podcasts "Stopp mal!" begrüßen die beiden Hosts – Mutter und Tochter – ihre Zuhörer mit einem humorvollen Einstieg und geben einen Ausblick auf das Thema der Episode: alte Werte versus neue Werte, inspiriert durch den Film "The Intern" (deutsch: "Man lernt nie aus"), den sie gemeinsam mit Sophies Großvater gesehen haben.
Besonders hervorzuheben sind die lebhafte Diskussion über die Wirkung und Prägung alter Sprichwörter, der persönliche Bezug der Hosts zu den Themen des Films, die kritische Auseinandersetzung mit modernen und traditionellen Rollenbildern (insbesondere rund um Feminismus und "Tradwives"), sowie die humorvollen und selbstreflektierten Einblicke in den eigenen Familienalltag und die Bedeutung von Selbstfürsorge über Generationen hinweg.
Am Ende der Folge betonen die Hosts die Relevanz des Films für alle Generationen, heben die Bedeutung des gegenseitigen Lernens hervor.
Transkript anzeigen
00:00:03: Stopp mal, der Mutter-Tochter-Talk.
00:00:06: Beim Serienbinschen und Filmeschauen die Stopptaste drücken ... Und quatschen!
00:00:11: Weil uns vom Bild schon gerade was
00:00:13: anspringt.
00:00:14: Dass uns irgendwie an uns erinnert.
00:00:17: Machen wir ständig.
00:00:19: Zwei Generationen.
00:00:20: Und zufällig verwandt.
00:00:24: Du machst heute die Begrüßung?
00:00:26: Ja
00:00:26: ich mache auch die Begriffung Hallo, herzlich willkommen zu unserem Podcast.
00:00:31: Stoppen wir halt!
00:00:32: Der Mutter-Tochter-Talk.
00:00:33: Diesmal wieder mit meiner Mutter...
00:00:35: Ich bin auch da.
00:00:37: Wir wollten euch nur mal überraschen und haben gedacht, wer drin
00:00:39: ist?
00:00:39: Nein, dass du das jetzt energetisch hast wenn du den Einstieg machst.
00:00:42: Ich finde einfach dadurch, dass Du schon moderatoren warst, das liegt Dir im Blut.
00:00:47: den Einstieg zu machen?
00:00:48: Ja,
00:00:48: wie so eine Rampensauber gleich vorzupreschen.
00:00:50: Aber ich habe dann festgestellt bei einem der Letzten das sich am Anfang immer so aufgeregt bin im Gegensatz zu dir die du hier sitzt und noch mal
00:00:56: gähnst.
00:00:57: Ich bin erstaunlicherweise geschildert!
00:00:59: Und ich bin denn immer so offgeregt vorher dass ich losrenne wie ein ICE und wahnsinnig schnell spreche hallo und grüß.
00:01:05: Gott dich begrüße euch ganz herzlich.
00:01:09: schalt mal einen ganz zurück.
00:01:10: okay
00:01:11: wir begülpen
00:01:13: ja Bonjour!
00:01:15: Wir begrüßen euch trotzdem ganz herzlich zu unserem neuen Podcast.
00:01:20: Es geht ja immer darum, wir zwei gucken Serien und Filme, den wir heute auf der Pfanne haben.
00:01:27: Den haben wir erst vor zwei Tagen angeguckt.
00:01:29: Und zuletzt bis zum ersten Mal im Kino ... Ok und zwar mit deinem Opa, der war nämlich damit dabei.
00:01:38: Und das fand ich so süß weil der Hauptdarsteller Robert De Niro, der spielt Ben Bitticke in The Intern, das verrat ihr jetzt schon mal?
00:01:46: Heißt du auf Deutsch?
00:01:46: Man lernt nie aus!
00:01:48: Ja genau.
00:01:49: War da genauso alt?
00:01:51: Siebzig war er?
00:01:52: ja.
00:01:53: Genau.
00:01:53: Und dein Opa...
00:01:55: Eher Ende Achtzig.
00:01:56: Tatsächlich schon.
00:01:57: Ende siebzig.
00:01:58: Warte vor zehn Jahren.
00:02:01: Also wir haben auf jeden Fall minimale Eltern sagen müssen?
00:02:03: Ja genau, aber er hat den total geliebt diesen Film.
00:02:06: So und worum geht es in die Intern?
00:02:07: Wer erzählt's?
00:02:08: Wir haben
00:02:08: gar nicht gesagt wo uns in der Folge heute geht.
00:02:11: Ach fangen wir doch mal... Das haben wir chronologisch, haben wir das total dem
00:02:14: Film an!
00:02:15: Nein ist okay.
00:02:16: also wir möchten heute reden über alte Werte versus neue Werte.
00:02:21: ja
00:02:22: so Und das passt mit dem Film gut zusammen.
00:02:25: Es geht nämlich um Ben Whitaker und der kommt in ein Start-up, weil er sich da für einen Seniorenprogramm als Praktikant beworben hat.
00:02:33: Witzig!
00:02:33: Und dieses Start up wird geleitet von Anne Hathaway?
00:02:36: Jules!
00:02:37: Das ist so'n Mode Start Up... Da geht's about a fit, da geht es so darum wie die Klamotten passen und die werden dann verschickt blablabla.
00:02:44: Auf jeden Fall erfängt er an das Praktikanter aber eben mit siebzig alte und die neue Welt ein bisschen aufeinander.
00:02:51: Da fühlte
00:02:52: sich ungefähr wahrscheinlich so wie ich mittlerweile beim Bayerischen Rundfunk, ja lacht du nur!
00:02:56: Weil so viele Kollegen aus meiner früheren Zeit halt jetzt alle in Rente, in Rante, in Rente... Und jetzt sind da überwiegend junge Leute was ... Super ist, ja und auch sehr zu wünschen ist selbstverständlich.
00:03:10: Trotzdem fühlst du dich?
00:03:12: Wir haben da so einen langen Flur durch den Du gehst wenn ich vorne reinkomme dann durch diesen Flur.
00:03:17: wir ... Wir haben früher die Herbertstraße genannt.
00:03:19: kennst du die Herbertstraße ?
00:03:21: Der klingelt was ?
00:03:22: Ja.
00:03:22: Hat das etwas mit
00:03:24: Sankt Pauli zu tun
00:03:25: ?
00:03:25: Dann bin ich dabei.
00:03:26: Glaub'
00:03:26: ich ja.
00:03:26: also die Herbert Straße wo die Damen in den Schaufenstern sitzen.
00:03:29: Früher waren da unsere Schneideräume sind jetzt auch wieder aber anders sehen sie aus Unterstand immer die Türen so halt angelehnt und während du diesen langen Gang hintergegangen bist in unsere Schwimmhalle, wo die Studios sind?
00:03:40: Ja.
00:03:41: Heißt auch, wer das so aussieht, der Schwimmhale.
00:03:43: Hast du immer ein bisschen reingucken können oder saßen dann die Katterinnen meistens...
00:03:47: Das ist was sinsexistisch!
00:03:48: Ja natürlich total aber das war vor twenty-zwanzigdreißig Jahren.
00:03:51: da hat noch kein Mensch übersächsistisch gesprochen.
00:03:54: okay Da gehörte das zum Alltag.
00:03:56: für manche war es beschwerlich und andere egal.
00:04:00: Jedenfalls, ich hab den Faden total verloren.
00:04:03: Wo willst
00:04:03: du eigentlich hin?
00:04:04: Plötzlich redest
00:04:05: du über die Herbert-Straße!
00:04:08: Du hast gesagt
00:04:09: wo bin ich hergekommen?
00:04:09: Du
00:04:09: fühlst dich wie Ben Whitaker im BR.
00:04:11: Genau und wenn ich jetzt nämlich durch die Herbert Straße gehe, die nicht mehr so heißt...
00:04:16: Ja Gott sei Dank.
00:04:16: ...bis ich hinten angekommen bin in besagter Schlimmhalle, fühle ich
00:04:20: mich... Hast du keinen Atem mehr.
00:04:21: ...fühle ich
00:04:21: mir wie hundert.
00:04:23: noch Atem.
00:04:24: Aber ich bin an so vielen jungen Menschen vorbeigekommen im Gegensatz zu früher, dass sich also von Tür zu Tür quasi das Gefühl aber rasant zu altern.
00:04:33: und ich nehme an Ben Whitaker hat sich in dem Start-up ungefähr so gefühlt.
00:04:37: Obwohl man ja sagen muss Für ihn läuft es gut und er freundet sich auch eben mit den anderen Praktikanten und so, mit den ganzen anderen jungen Leuten.
00:04:44: Freundet er sich an!
00:04:45: Weil er mit seinen ganzen alten Werten und Eigenschaften nämlich überraschend gut ankommt dort... Ja, die sind ganz begeistert.
00:04:52: ...auf erstmal Verwunderung auslöst aber dann eigentlich ganz gut ankommen.
00:04:54: Genau also er zieht immer seinen Anzug an wenn die Jules zu ihm kommt, dann steht er auf Er läuft immer mit seinem Aktenkoffer rum
00:05:03: Das kommt immer durch den Film, er hat immer ein Taschentuch dabei Aber im Einzelndarf erklärte, das braucht ein Stofftaschentuch und zwar nur dafür.
00:05:12: Wenn eine Frau in seiner Nähe zu Beinen beginnt muss er einen Taschentucht dabei
00:05:17: haben.".
00:05:17: Das ist schon süß!
00:05:17: Und ich muss auch sagen... Auch mich hat ein Stoftaschenduch mal sehr begeistert.
00:05:21: Ich weiß nicht ob du dich erinnerst aber zur Schulzeiten in der Mittelstufe da hat einmal ein Lehrer ... Der war auch schon relativ alt also der muss auch Anfang sechzig gewesen sein.
00:05:32: An dieser Stelle entschuldige ich mich wieder für meine Tochter.
00:05:34: Der Lehrer war also einer der jüngeren Best-Age
00:05:37: Ja.
00:05:38: Er
00:05:39: war Anfangs-Sechzig egal, auf jeden Fall er war sehr gut angezogen und dann hatte der auch einen Stofftaschentuch Und das hat mich so begeistert dass ich den danach ziemlich süß fand.
00:05:51: Siehst du diese alten Werte können euch nämlich doch begeistern?
00:05:53: Ja
00:05:54: kann einem schon begeisteren.
00:05:55: Und
00:05:55: Jules um das noch abzuschließen hat dieses Startup eben aufgezogen.
00:05:59: läuft wie Hölle ist die Chefin.
00:06:01: Vierundzwanzig sieben Hat eine entzückende kleine Tochter und die versorgt natürlich jetzt ihr Mann weil sie kaum noch zu Hause ist.
00:06:09: Ist es so typisch irgendwie für die Zeit?
00:06:12: Frauen, die arbeiten, dass man sie thematisiert hat?
00:06:14: Wie das man sie tematisiert hat...
00:06:16: Also im Kinofilm, wenn ich glaubt, da kam dann plötzlich relativ viel!
00:06:18: Na ja also, so ... So in den Kino-Filmen?
00:06:19: Naja,
00:06:19: also ... so ... so in den KinofILM ... so im Kino Filme ... naja, so, so in dem Kino Film ... naja, also so in der Kino FILM ... na ja, also, ... so so im Kinophilm ... so am Kino filmen, wenn nicht glaube ich, da kommen dann plötzlich relativ viele.
00:06:27: Na ja, so so ... im Kinos Filmen, wenn nie glaube ich , da kam da plötze ich relativviel.
00:06:29: Na Ja, also …so so im Kilofilmen … so so so.
00:06:31: Jahr zwei Tausend Fünfzehn, das war so die Girlboss Era.
00:06:33: Okay?
00:06:34: Das war so wie die Zeit.
00:06:35: Weil das war ja damals, das waren noch nicht die krasse Instagram-Zeit.
00:06:38: Aber es ... War schon präsent.
00:06:41: und dann auch auf Tumblr und was auch immer.
00:06:43: Und auf YouTube frag mich nicht.
00:06:45: Mit deiner Tasse, wo du rumgelaufen bist, hast du deine coole Brille getragen mit deinem Anzug.
00:06:49: Also dieses Frauen machen Karriere?
00:06:52: Das hat das erste Mal so einen richtigen Schub bekommen aber halt sehr aufesthetisch gemacht für Social Media.
00:06:58: Es war ein großes Ding!
00:06:59: Okay...
00:07:00: Ja
00:07:01: also ... diese alten Werte, über die wir heute reden wollen.
00:07:06: Diese Boomerwerte, die meine Generation mitgebracht hat, ernten ja gerne mal als Antwort diesen tollen Spruch okay Boomer!
00:07:15: Aber es gibt auch Leute, die was sehr Positives draus machen...
00:07:20: Aus was?
00:07:21: ...aus diesen alten Sprüchen.
00:07:23: Ah, ja, ok.
00:07:24: Es gibt nämlich einen Instagram-Trend seit, ich weiß nicht, seit ein, zwei Jahren höchstens.
00:07:29: Das ist relativ neu wo All diese Sprüche wie zum Beispiel, ich gebe gleich zwei Beispiele.
00:07:35: Aber so Sprüchen die man von seinen Eltern noch kennt
00:07:38: ohne Fleiß kein Preis.
00:07:39: Zum Beispiel solche Sprüiche heutige Eltern oder das müssen dann millenniale Eltern sein ihren kleinen Kindern vorsagen bzw den Anfang vom Spruch und sie müssen ihn zu Ende bringen Und die kennen die ganzen alten Sprüchchen natürlich nicht mehr.
00:07:53: Das heißt die beenden die Sätze ganz anders.
00:07:56: zum Beispiel Hör auf zu weinen sonst gebe ich dir einen Krumm zu weinen, übersetzen die mit per aufzu weinen.
00:08:04: Sonst gebe ich dir eine Katze oder solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst was eher betrohlich wirken soll normalerweise Übersetzen diemit hast Du Essen.
00:08:15: Stimmt!
00:08:16: Oder?
00:08:16: Genau das ist doch süß.
00:08:19: Ja aber wollen wir sie mal wirklich unter die Lupe nehmen?
00:08:21: Wir wollen sie unter die lupe nehmen.
00:08:22: Aber alleine das zeigt ja schon dass wie Kinder heute erzogen werden, teilweise ganz anders ist als zum Beispiel ihr noch erzogen worden seid.
00:08:30: Ich
00:08:31: hab diese ganzen Sprüche die mein Vater ja massenhaft rausgehauen hat gar nicht für einschränkend gehalten.
00:08:38: das sind halt so Sprüchen.
00:08:39: ich habe wirklich erst sehr viel später festgestellt dass sie sich sehr manifestieren und dass man die irgendwann wirklich so verinnerlicht durch Wiederholung und Sie auch glaubt.
00:08:47: selbstverständlich da ist überhaupt kein Zweifel dran.
00:08:53: fangen wir doch gerne gleich mal an, wenn du deine Füße unter meinen Tisch stellst.
00:08:56: Weil du deine füße ja bald unter meinem Tisch rausziehst.
00:08:59: aber auch heute und in dieser Folge werden wir das Thema nur am Rande streifen.
00:09:03: Wir werden jetzt einmal pro Folge thematisieren dass ich ausziehe.
00:09:06: Das
00:09:06: ist letzte meiner Kinder auszieht!
00:09:08: Und dann machen wir eine ganz große Folge.
00:09:10: da werde ich viele Taschentücher, das stelle ich denn hier so neben mich hin.
00:09:12: Stofftaschtentüche?
00:09:13: Ich reichte dir dann eins.
00:09:14: Ja
00:09:15: genau also solange du die Füse unter meinen tisch stellst bedeutet
00:09:20: Na ja, das ist eher was Bedrohliches.
00:09:21: Also ich habe hier das Sagen und du gehorchst mir?
00:09:24: Genau!
00:09:25: Ganz genau.
00:09:26: Das heißt so Autoritäten anerkennen richtig dann tanzt du wie ich die Musik spiele.
00:09:32: Ja.
00:09:33: Das ist heute eben nicht mehr so weil deine Generationen Autorität nicht mehr in gleicher Weise vor allem nicht mehr unreflektiert akzeptiert wie wir es noch getan
00:09:44: haben.
00:09:46: Ich glaube heute wird viel hinterfragt.
00:09:49: Es werden ja heute viel auch, früher sicher auch aber heute werden viele Systeme hinterfragt und so weiter.
00:09:55: Und ich glaube das manifestiert sich auch im Kleinen dass man auch Eltern oder Familie hinter fragt.
00:10:01: Das hat vermutlich auch zu tun mit.
00:10:03: wir sind ja sehr in dieser Zeit von.
00:10:07: Ich schau dass es mir mental gut geht.
00:10:09: und früher hätte man gesagt Familie ist Familie Punkt und Heute ist man eher an dem Punkt wo man sagt ich weiß du bist Familie Aber wenn du mich scheiße behandelst dann muss ich vielleicht Abstand nehmen.
00:10:19: Das hätte man früher weniger seltener hinterfragt, weil man dieses Pflichtboost sein noch hatte?
00:10:23: Ich würde auch sagen aus dem Bauch raus... Mann wir waren ja echt so viel härter im Nehmen!
00:10:29: Ich bin mir aber gar nicht mehr so sicher ob das etwas ist was man auf der Habenseite abhaken sollte, weil es ist nicht unbedingt besser die Dinge einfach auszuhalten.
00:10:39: Ja.
00:10:40: Das glaube ich eben auch nicht.
00:10:41: Ohne Fleiß kein Preis?
00:10:43: Ohne Fleisch kein Preis is für mich sehr gleich bedeutend mit erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
00:10:50: Genau!
00:10:51: Ich finde sie passen total zusammen weil ich hab das Gefühl dass es im Spruch der ist bei uns auch noch sehr.
00:10:57: also den habe ich schon immer gehört erst die arbeit dann das vergnügen.
00:11:00: ohne fleiß kein preis was einfach bedeutet du musst dich anstrengen aber manchmal hat das auch etwas von selbstgeistelung weil so lange du die Arbeit nicht geschafft hast darfst du dich nicht vergnügen
00:11:12: oder Du lebst es zusammen?
00:11:14: Ich wollte das ja schon Immer mal in diesem Podcast erzählen, weil wir ja sagen, wir zwei binschen.
00:11:20: Wir gucken fern rauf und runter.
00:11:22: Und irgendwann werden die sich da draußen denken, super wann haben die den Zeit hier da und zu binschen?
00:11:26: Ich für meinen Teil habe mir angewöhnt zu bügeln nicht immer aber oft, zu bügeln beim Fernsehen.
00:11:34: Wie es noch fünf Personen im Haushalt waren gab's jede Menge Wäsche.
00:11:38: zu viert nach dem Max ausgezogen war auch noch jede Menge wäsche.
00:11:42: jetzt wird ... die Lage langsam dünn, sodass ich das... Ich habe
00:11:45: übrigens Wäsche nach oben.
00:11:48: Super!
00:11:49: Die kommt dann immer in einem Haufen an wo man sich denkt Herrschaft hättest du nicht vielleicht zwei Haufen in den letzten Zwei-Bauen bringen können?
00:11:56: Da
00:11:56: musst du öfter waschen.
00:11:57: Wir reden nachher drüber.
00:12:00: Und dann bügele ich und ich bügle bestimmt in der Woche, hab' ich schon.
00:12:03: Also wenn ich mich mal hingesetzt habe ans Brett fünf, sechs Stunden... Ja!
00:12:06: ...und da kannst du nämlich wirklich pinchen, da kannst Du manche Folge von irgendeiner Serie angucken?
00:12:11: Aber das
00:12:11: Schlimme daran ist ja, Du recht fertigst das Vergnügen des Fernsehens mit der Haushaltsaufgabe des Bügels.
00:12:17: Ja, weil das in mir so drin steckt.
00:12:19: Erst die Arbeit dann ist für genügend.
00:12:21: ich habe es ja immerhin schon geschafft dass wenigstens zusammen zu legen und Dann kommt interessiert keine sau.
00:12:26: aber an der stelle möchte ich es erzählen mach Ich also kleine Haufen nehmen.
00:12:29: beim bübelbreit war ich sitze ja dann dran ja Und da sind Also dann Die polischerts von deinem papa und seine t-shirts.
00:12:35: und dann sind meine t-shirt Sondern sind von dir.
00:12:36: uns um mache ich diese kleinen häufchen und wenn er Dieter Da ist kommt er zwischendurch mal so vorbei.
00:12:42: und weil er ja ein Mensch ist, der immer sofort alles aufräumt.
00:12:46: Der Dieter hat wirklich sämtliche tugenden Anführungsstriche oder Werte dieser Generationen zutiefst verinnerlicht packte also diese Haufen trägt sie nach oben und räumt sie sofort in seinen Schrank.
00:12:59: Und dann sitze ich da an meinem Bügelbrett und neben mir ist nichts.
00:13:05: Du hast quasi nicht gearbeitet.
00:13:07: Und das habe ich ihm verboten, weil ich gesagt habe, das geht mein Besten will nicht.
00:13:10: Wie sieht denn das aus?
00:13:11: als würde ich hier sitzen und Fernsehen nichts tun?
00:13:13: Beschämend!
00:13:14: So
00:13:14: sehr haben wir das quasi verinnerlicht.
00:13:16: Wow Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
00:13:20: Ja
00:13:21: Das streut Angst ne so selbst wenn du denkst jetzt war's gut
00:13:24: Genau Pass
00:13:25: auf es kann sich immer noch ändern.
00:13:27: Im Verbund mit dass dicke Ende kommt noch
00:13:30: Ja wieso?
00:13:31: Warum?
00:13:32: Wieso was halt warum.
00:13:33: Und wenn du das jetzt im Kind sagen würdest, würde es sagen von dein Lieberwurst oder was weiß ich.
00:13:37: welches dicke Ende soll noch kommen.
00:13:39: Das führt aber genau dazu dass Ich zum Beispiel egal wann ich in meinem Leben Dinge wirklich erreicht habe und er mich gefreut hätte weil ich dachte Ja mega super toll ist passiert immerhin hab achtstellungen war Und mir gleich dachte nächster Spruch, man könnte die am Stück raushauen.
00:13:56: Der liebe Gott sorgt schon dafür dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
00:13:59: Oh
00:14:00: das ist gut!
00:14:01: Ich kenne es auch von Leuten in meinem Alter, dass ganz viele sagen wenn es gerade gut läuft habe ich Angst weil da muss ja dann irgendwas Schirmes passiert.
00:14:11: muss es?
00:14:12: Nein, muss es nicht!
00:14:14: Denn wenn du siehst... Ich will jetzt nicht zu ernst werden.
00:14:16: Aber du sieest ja, es gibt Menschen die treffen so entsetzliche Schicksalsschläge in so einer Menge nacheinander.
00:14:23: und dann habe ich mir in späteren Jahren immer gedacht für Flucht noch eins Wenn das sein kann, wenn so eine Ungerechtigkeit sein kann dass jemand so viel abkriegt Dann müsste es doch logischerweise auf der anderen Seite auch möglich sein Dass das Glück Am Stück und in Menge kommt.
00:14:41: Warum denn eigentlich nicht?
00:14:42: Ja,
00:14:42: warum nicht?
00:14:44: Aber diese Sprüche ja die machen Angst.
00:14:45: Was war
00:14:46: das gerade mit deinen Bäumen?
00:14:48: Der liebe Gott sorgt schon dafür dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen.
00:14:52: Ich finde ich passt zusammen mit dem Leben ist kein Wunschkonzert slash Ponyhof weil das sagt ja immer sei kein Träumer erwarte nicht so viel vom Leben und ich frage mich, ob das noch diese zweite Weltkriegsgeneration ist die einfach auch mit sehr wenig aufgewachsen sind und vielleicht erfahren haben.
00:15:12: Und deswegen die anderen beschützen wollen.
00:15:14: Was weiß ich meine?
00:15:15: Ja ja das könnte sein!
00:15:16: Auf der anderen Seite wäre ich mir also gerade die Generation wirklich nach dem Krieg anschaue.
00:15:20: Das waren zwar harte Zeiten wir wissen es auch von deinen Großeltern von meinem Vater ja der war ja auch Jahrgang siebzehn schon noch Aber sie haben ja trotzdem durch sehr karge Zeiten gehend den Blick immer in die Zukunft gerichtet und die war in einem ständigen Wachstum begriffen.
00:15:36: Das heißt eigentlich müsste das ja eine Generation sein, da war ja das Außen viel fantastischer als man es sich in seinen Träumen überhaupt hätte vorstellen können?
00:15:46: Ja!
00:15:47: Ich finde ja die Welt eher heute einschränkender außen rum also umgekehrt.
00:15:51: Also in den fünftiger Jahren ich meine du weißt es, du hast historische Romane über die Zeit geschrieben Da gab es auch viele schlimme Dinge an, die man gedacht hat.
00:16:00: Wie droht irgendwie Atomkrieg oder... Oh ja!
00:16:04: Der dritte Weltkriegsstand dann wirklich Anfang sechzig vor der Tür?
00:16:07: Also das schon, aber auf der anderen Seite durch Wirtschaftswunder
00:16:11: etc.,
00:16:12: gab's ja schon viel was auch gewachsen ist
00:16:15: und da will ich gleich mal einhaken von wegen okay Bume Ja, weil ihr uns doch... also nicht du und nichts.
00:16:21: Ich
00:16:21: bin mich angegriffen.
00:16:22: Nicht alle!
00:16:23: Aber ich hab's schon ein paar Mal gehört?
00:16:25: Nicht von dir.
00:16:25: Ich habe es ein paar mal gehört Und mir denke Leute was stellt ihr euch eigentlich vor wer wir sind?
00:16:31: Gebe ihr schon zu, diese Generation ist später dann irgendwann in den Benz gestiegen und hat vielleicht auch die Vorstandsetagen besetzt.
00:16:38: Aber Leute das ist die Achtundsechziger-Generation unter anderem.
00:16:43: Das waren als sie jung gewesen sind junge Menschen die haben gekämpft gegen Atomkraft für die Friedensbewegung Ustermärsche gemacht Für Frauenrechte sich eingesetzt.
00:16:54: ich kann es am stück alles gar nicht aufzählen, was da in der Zeit passiert ist.
00:16:58: Ich glaube das war eine Jugend.
00:17:01: die war vielleicht sogar noch engagierter als die heutige Jugend wenn sie sich auf die Straße klebt oder... Ja du meinst das ich meine?
00:17:11: Ich weiß was du meinest!
00:17:13: Ich habe auch Freundinnen die haben erzählt noch so eine halbe Generation später also vielleicht die jetzt alle so zwischen vierzig und fünfundfünfzig sind Minimal, Junge.
00:17:28: Bei denen ist das dann... Ist es so ein bisschen gemischt?
00:17:31: Also auf der einen Seite geht's bei denen auch viel um Feminismus und die sagen dann auch oft Feminismus in Emanzipation.
00:17:40: aber wenn du dir wirklich anguckst wie sie erleben leben, wie zum Beispiel ihre Ehren sind Dann hat man schon das Gefühl dass sie sehr viel noch in diesem Geschlechter rollen verhaftet sind, weil wir sie dann zum Beispiel über ihre Männer reden.
00:17:54: Also es hat eine Freundin erzählt wie sie irgendwie über ihre Männer reden.
00:17:58: Ach das sind halt die Männer und bla bla bla und die können nicht zum Haushalt.
00:18:02: bei allem muss man ihnen helfen.
00:18:03: Das ist ja eigentlich null!
00:18:05: feministisch.
00:18:06: Zu sagen Frauen vor Gleichberechtigung und dann behandeln sie ihre Männer von, Mai die sind ja so dumm!
00:18:11: Die können nix im Haushalt machen das geht ja auch nicht oder?
00:18:14: Nee aber das ist ja auch eine Art Feminismus.
00:18:17: du weißt ich habe mich furchtbar aufgeregt.
00:18:19: dann hab ich es recherchiert und jetzt betrachte ich es von vielen Seiten diese Tread Wives.
00:18:25: ich konnte das gar nicht fassen wie ich das gehört habe weil heutzutage sagen viele junge frauen ein Ausdruck von Feminismus wenn ich mich operieren lasse, weil mein Körper gehört mir.
00:18:36: Das haben wir schon mal gesagt in der Zeit wo gegen den Paratrafen- twohundertachzehn demonstriert worden ist das Recht auf Abtreibung.
00:18:43: Das hieß eigentlich Mein Körper gehört Mir.
00:18:45: Jetzt heißt es Ich kann mir Schlauchbootlippen anschrauben Wenn ich das möchte und solche Hupen.
00:18:50: Entschuldigung aber Kann man machen?
00:18:53: Gut, ja natürlich ist es eine Form der Selbstbestimmung.
00:18:55: Vor allem der Frauen die sagen das mache ich natürlich nicht für die Männer.
00:18:58: Ich mach das nur für mich.
00:19:00: aber dann kam noch die Threadwives dazu die jetzt sagen Das ist eine Form von Emanzipation dass ich nicht arbeiten gehe und mich für die Familie entscheide Und mich abhängig mache, entschuldigung.
00:19:11: Mich abhäng ich mache von meinem Mann und mein Lebensziel besteht darin meinen Mann glücklich zu machen.
00:19:18: Ich springe in der Früh schon in was Hübsches hinein.
00:19:20: Ich bin gekämpft und gebürtet wenn er zum Frühstück kommt.
00:19:23: Das ist mein Lebensinhalt und das ist meine Freiheit als Frau dass ich bestimmen kann.
00:19:30: Ich muss kein Geld verdienen.
00:19:32: Das kann man so sehen!
00:19:34: Muss man aber nicht.
00:19:35: Also sagen wir es
00:19:36: so?
00:19:37: Ja, also sagen
00:19:38: wir's so.
00:19:39: Und
00:19:39: damit meine ich nicht ... Entschuldige, aber das muss ich sagen!
00:19:42: Damit mein ich nicht dass selbstverständlich sich Frauen dafür entscheiden können genauso wie Männer.
00:19:47: Ich möchte lieber mich um die Familie kümmern So wie in The Intern Wo wir
00:19:51: gesagt haben Kehrarbeit ist auch arm mit
00:19:53: Ja, aber hallo So wie In the Intern eben der Mann von Jules.
00:19:57: und es ist doch auch logisch wenn sie diese Bombenkarriere macht und auch gut Geld verdient Dass er dann zu Hause ist und sich kümmert.
00:20:03: Das ist doch perfekt,
00:20:04: das ist super Weil du sagt auch manchmal Wenn ich dann irgendwie krass Karriere mache Bleibt er halt bei den Kindern.
00:20:09: Damit hat er gar kein Problem.
00:20:10: Ja, ist doch super!
00:20:12: Wieso nicht?
00:20:12: Jetzt sagst du sagen wo ich dich unterpucke.
00:20:13: Und jetzt habe ich total
00:20:14: vergessen was ich eigentlich beitragen wollte.
00:20:16: Ich nein, ich wollte sagen zu den Treadwives.
00:20:20: Ich finde schon dass Feminismus bedeutet Du triffst eine Entscheidung für Dich.
00:20:24: das heißt Du darfst entscheiden will ich arbeiten will ich oder es ist ja auch nicht immer alles oder nichts.
00:20:31: Natürlich ist es, wenn Frauen Kinder kriegen dann sind das natürlich besondere Umstände.
00:20:35: Bist du denn zu Hause?
00:20:36: Für wie lange bist du zuhause?
00:20:37: Wer kümmert sich dann?
00:20:39: Ich finde es schon sehr schön Wenn Frauen sagen können ich darf mich entscheiden und ich darf sowohl die Entscheidung treffen für ich arbeite Und ich darf die Entscheidung treffen für ich bleibe zu hause.
00:20:49: Problematischen Anführungszeichen finde ich.
00:20:51: persönlich wird's nur wenn Du wie Du gesagt hast finanziell abhängig bist von deinem
00:20:56: Mann.
00:20:57: Da wird so ein bisschen tricky.
00:20:59: Aber
00:21:01: Ich habe noch eine letzte Sprüchlein aus dieser Boomer-Ehrer, der hat mich auch sehr geprägt.
00:21:07: Eigenglob stinkt
00:21:09: spannend
00:21:10: in der Social Media Zeit weil wir uns ja jetzt hier alle über einen grünen Klee loben und möglichst gut darstellen.
00:21:16: und
00:21:16: jedes mal also wenn ich mit Leuten rede Was nettes über mich sagen will, fange ich immer an mit.
00:21:22: Man sagt ja Eigenblub stinkt.
00:21:24: aber was ich jetzt trotzdem sagen wollte.
00:21:26: Punkt!
00:21:26: Punkt!
00:21:27: Das ist wie so ein Disclaimer.
00:21:29: Ich weiß das klingt jetzt sehr selbstverliebt, aber ich wollte doch kurz anmerken dass es ja total dämlich also...
00:21:37: Ist schon klar.
00:21:37: Und dann lesen wir viele Ratgeber, in denen wir später wieder lernen, dass wir uns durchaus mal auf die Schulter klopfen
00:21:43: sollten.
00:21:44: und eben wie ich vorher auch meinte Bäume wachsen nicht in Himmel und so ... Wenn was gut läuft, wenn was geklappt hat, wenn wir etwas geschafft haben... Ich denke doch!
00:21:51: Und da neigen Frauen dazu, dass sie ihre Erfolge ja immer ein bisschen zurückstellen.
00:21:55: mehr als Männer
00:21:57: Ja mehr als Männer.
00:21:58: Die
00:21:58: haben glaube ich schon das natürliche Selbstbewusstsein rauszuhauen, was sie können und manchmal sogar ein bisschen mehr heraus zu hauen, als ihr vielleicht wirklich könnt?
00:22:06: Das ist jetzt... Ich kenne jetzt nicht die genauen Zahlen also aber ich habe mal gehört wenn Männer- und Frauen sich bewerben auf Stellen dann Bewerben Frauen sich nur, wenn sie, ich weiß nicht irgendwie mindestens achtzig Prozent oder sogar neunundneinzig Prozent der Anforderungen quasi.
00:22:24: Wenn Sie denen entsprechen.
00:22:26: Männer auf der anderen Seite Ich weiß nicht wieviel Prozent das waren waren es dreißig aber Männer bewerben sich wenn sie nur einen Bruchteil von den Anforderung entsprechend weil sie dieses Selbstverständnis haben Von ich krieg das oder kann das oder machtes.
00:22:39: und bei Frauen ist immer so wir stellen uns viel mehr in Frage.
00:22:43: Ja Wie war das mit Ben, als er im Start-up war?
00:22:48: Da hat sie ihn glaub ich ... Er wurde Jules persönlich zugewiesen.
00:22:52: Ja!
00:22:53: Als ihr Assistent und Sie hat sich gedacht, den stelle ich einfach kalt, hat ihn aus dem Büro geschickt, hat gesagt, ich maile Ihnen dann... Und hat sich nicht mehr gemeldet.
00:23:03: Und da kommen wir jetzt wieder so ein bisschen zu den Werten und zu den Tugenden.
00:23:06: weil was hat er gemacht?
00:23:08: Mhm.
00:23:08: Er wollte ja was tun, er hat die Ohren aufgesperrt, der hat sich zuständig gefühlt Und ich dachte nämlich zuerst, das sind Werte, die also speziell diese Generation auch hat.
00:23:17: Wir fühlen uns verantwortlich und zuständig.
00:23:21: zu, wenn irgendwas ist.
00:23:22: Er hat dieses Büro aufgeräumt und sich so gefreut.
00:23:25: Und er war auch sehr social.
00:23:27: Das fand ich wieder überraschend.
00:23:29: Also mit den jungen Leuten ... Ja, er
00:23:31: hat denen gleich geholfen, wenn er auch was verstanden hat?
00:23:33: Genau, und habe ihn interagiert.
00:23:35: Da hatte ihm aber ein bisschen seine Welt und seine Werte nähergebracht in Sachen Männern und Frauen, also Beziehungen, weil sich da offensichtlich doch noch nicht alles völlig verändert hat.
00:23:46: Also das Schamante, dass er damit eingebracht hat einen Jungen gezeigt hat hat auch da dann plötzlich noch funktioniert.
00:23:53: Ja, weil Adam Dinksy der Typos Pitch Perfect hab seinen Namen vergessen ... Also er hatte sich mit seiner Freundin oder einer, die da gearbeitet hat, zerstritten.
00:24:02: und dann hat Ben gefragt was hast du gemacht?
00:24:04: Er so ja ich habe ihr in der SMS geschrieben und dann haben wir hier nochmal eine richtig nette E-Mail geschrieben wo wenn man sich dachte vielleicht solltest du mit ihr reden kommunizieren das kam natürlich besser an.
00:24:17: Aber ich dachte eben, ja das sind so typische Eigenschaften die wir haben.
00:24:23: Wir schmeißen uns rein, wir probieren was aus, wir fühlen uns zuständig... aber das hatte Jules auch!
00:24:29: Man muss nur genau hinschauen.
00:24:31: Das heißt junge Leute haben es schon auch denn sie zum Beispiel ... Sie hat diesen Versand mit ihren Klamotten quasi und dann hat sich ein Päckchen nach Hause bestellt um zu sehen also auf Ihren Namen oder?
00:24:46: whatever.
00:24:47: Zu sehen, wie kommt das an beim Kunden?
00:24:48: Und dann hat sie es aufgemacht und da war das ein bisschen verkrustelt die Klamotte und das Papier irgendwie zerbühlt.
00:24:53: Dann ist ihm mit diesem Paket so, wie's kam halt in den Versand zu sich gegangen und hat ihnen dort gezeigt, wie sie sich wünschen würde, wie die Pakete auszusehen haben.
00:25:02: Womit ich nur meine, Sie hat auch wirklich an jede noch so kleine Stelle geschaut und sich tatsächlich für alles zuständig gefühlt was allerdings natürlich ein großer Zeiträuber isst.
00:25:12: Wir, für uns ist es vollkommen in Ordnung gewesen, achtzig Stunden in der Woche zu arbeiten.
00:25:21: Jetzt vielleicht nicht als fest angestellt, dann gibt's irgendwelche gewerkschaftlichen Geschichten.
00:25:25: Aber es sogar als persönlichen Erfolg zu sehen ... überhaupt ganz hart im nehmenden Infamilienmitglied gestorben ist.
00:25:32: Ich kenne das von Kollegen, die da sagten, meine Mutter ist letzte Woche gestorbt.
00:25:38: Also ich hab hier den Film noch fertig gemacht und bin gleich nach der Beerdigung weg.
00:25:43: Vielleicht hätte mir das mit zwanzig noch imponiert, aber schon mit fünfzig habe ich mir gedacht.
00:25:47: Aber warum?
00:25:48: Nimm dir doch Zeit zum Trauern und ... Aber da war immer nur der Beruf!
00:25:52: Und es wurde immer über alles über die Familie gestellt.
00:25:57: Das gefeiert eben als.
00:25:58: wir sind die ganz harten Hunde.
00:26:00: Und das würdet ihr heute überwiegend nicht mehr machen.
00:26:04: Also wir ... Ich meine, ich bin jetzt von zwanzig und die Leute, die ungefähr in meinem Alter sind.
00:26:11: Wir haben unsere Eltern angeguckt und wir haben gesehen, dass ihr sehr hart gearbeitet habt.
00:26:16: Und man muss auch dazu sagen gut für uns weil wir sind also zu den Leuten in meinem Umfeld.
00:26:21: Wir sind sehr privilegiert und sehr gut ausgewachsen natürlich aber was uns daran immer nicht gefallen hat ist das wir gesehen haben, dass euer Leben fast nur aus Arbeit besteht und dann noch aus Kindern viel weniger im Vordergrund steht, dass manche Beziehungen nicht mehr so wichtig sind.
00:26:39: Dass wer bin ich eigentlich?
00:26:41: Was will ich eigentlich vom Leben?
00:26:43: Dass das alles wegfällt und ich glaube davor haben wir Angst und das möchten
00:26:46: wir nicht.
00:26:47: Vielleicht ist es aber das was wir vom leben wollten!
00:26:50: Wir wollten Anerkennung im Beruf, wir wollten gerne Geld verdienen, wir wollen Familie.
00:26:54: Und das haben wir gekriegt und das haben weh gemacht.
00:26:57: Ich glaube... Selfcare, wie man das heute so schon nennt.
00:27:03: Diese Dinge.
00:27:05: Sons of a Jerry's Next Top Model haben sie doch auch gesagt, betreibst du auch self care?
00:27:09: Ach
00:27:09: das war wunderschön!
00:27:10: Ja was machst Du in Deiner Freizeit?
00:27:13: Echt ich mach self-care.
00:27:16: Also mitverlaubt ist fand ich dann doch ein bisschen wenig als selbst zur Wirklichung.
00:27:21: Ich kümmere mich um mich selbst.
00:27:22: Machst Du
00:27:22: denn auch Self Care?
00:27:23: Weil ich mache ja auch Self care.
00:27:26: Da müsste ich jetzt krass nachdenken, wie meine Selfcare aussieht.
00:27:30: Also meines
00:27:31: Fernsehens?
00:27:32: Ja!
00:27:33: Ist das blöd...
00:27:35: Dass es dein Selfcare ist?
00:27:36: Unter anderem mein Selfcare.
00:27:38: Das auch für die Team.
00:27:40: Wobei, Selfcare isst für mich Welcome Boomer.
00:27:45: Ja, ist für mich eben auch über Hörbuchmanuskripten sitzen und das einzeichnen können und sogar im Studio sitzen den ganzen Tag einlesen.
00:27:54: Ja, du kommst wie nach einer Gehirnwäsche mit so einem Kopf raus wenn du sieben Stunden eingelesen hast.
00:27:59: Aber es ist eine Zeit in der dein Geist eigentlich sehr ruhig ist weil ich kann nicht meditieren, ich schaff das nicht!
00:28:05: Ich habe einen Offengeist der springt von Laubbläsern zum Bundespräsidenten oder keine Ahnung... Es wird aber wenn du im Studium bist und liest z.B.
00:28:15: ein Buch vor dann bist du wirklich Nur an dieser einen Stelle, was ich mental total entlasten finde.
00:28:21: Also für mich ist ein großer Aspekt meiner Arbeit.
00:28:24: Mein Vater hat ... der war ja Regisseur, er hat immer gesagt, wir haben einen Hobbyberuf und da hat das schon auch recht.
00:28:31: Ist eigentlich auch schon ein Teil des Self-Care.
00:28:34: Wir
00:28:34: sehen das anders!
00:28:35: Es ist nicht ... also Self-care ist für mich nicht in der Bahnewane liegen, weil es macht mich nervös.
00:28:39: Ja, verstehe ich auch, finde ich auch legitim, weil ich weiß, dass du deine Arbeit sehr enjoysst.
00:28:45: Vielen Dank.
00:28:47: Ich war wie nur die engsten Wörter im Kopf, ich bin ganz der Siefer bei den ganzen YouTube-Videos.
00:28:53: Du hast sie alle in deinem Kopf und drum habe ich keine mehr in meinem Kopf!
00:28:57: Weil ein Kopf ein Gedanke... Also
00:28:59: deswegen ich... Ein Kopf ein Gedanken?
00:29:01: Ja so ist es bei uns.
00:29:03: Nein, ich finde das legitim.
00:29:06: Gibt's noch irgendwas zu diesem Thema, zu dem Film?
00:29:09: Wollen wir erzählen, wie es ausgegangen ist oder guck die in euch an.
00:29:11: Nee,
00:29:11: bloß keine Spoiler.
00:29:13: Ja, guckt euch die intern an!
00:29:14: Ich finde ihn total belebend und zwar für alle Generationen.
00:29:16: Das ist wieder so ein Film, wie gesagt mit deinem Opa-Mann beim Kino den sich alt und jung am besten zusammen anschauen.
00:29:22: Und auch heute noch zehn, elf Jahre später, finde ich hat der Relevanz.
00:29:26: Weil
00:29:27: man einfach sieht das ja jeder von jedem weil ... Der Clou an dem Film is ja... dass Jules von Ben ja auch so viel lernt und so viel mitnimmt.
00:29:36: Und sich ihr Leben dadurch, das sie ihn dann kennt und sich auch mit ihm kann man schon fast sagen anfreundet, verbessert?
00:29:42: Und sein Leben sich auch verbessern!
00:29:44: Genau
00:29:44: eben auch und umgekehrt weil er durch Sie und die Firma und die Menschen, die er da trifft und auch ihre Art Dinge anzuparken nämlich auch sehr viel.
00:29:53: also sein Leben dreht sich ungemein.
00:29:56: in sein Leben kommt Freude.
00:29:58: Ja total In meinem Leben kommt auch immer viel Freude durch euch.
00:30:02: Kinder und Jugend.
00:30:03: Nein, wenn ihr alle da seid ... Ja, das finde ich total schön!
00:30:07: Du kriegst noch so viel mit und du kommst auf neue Ideen.
00:30:11: Ihr bringt unglaublich viel Freude.
00:30:12: Man
00:30:12: merkt ja am Anfang vom Film mit Ben, dass der Sohn seinen Routine verhaftet ist.
00:30:16: Seine Frau ist vor drei Jahren gestorben.
00:30:20: Er stellt sich zwei Wecker damit er pünktlich aufsteht.
00:30:24: Und
00:30:25: wer hat es gesagt?
00:30:26: Irgendeiner im Sofa?
00:30:28: Wie verrückt ist das den zwei Weckern?
00:30:31: Du stellst dich auch manchmal zum Lecker.
00:30:32: Wenn du einen
00:30:32: richtigen Termin hast, dann denkst du doch am Abend wenn du diesen Wecker drückst oder ziehst, denkst tu doch... Ja und wenn jetzt die Batterie ausgeht?
00:30:41: Für die Kids da draußen sollten wir klarstellen zwei richtige Wecker.
00:30:44: Nicht zwei Handywecker.
00:30:46: Die laufen mit Batterien!
00:30:47: Bei euch geht die Batteries nicht aus, wenn ihr euch vom Handy wecken lässt.
00:30:50: Also
00:30:50: wenn das Handy am Kabel ist, geht unsere Batterie nicht ausnehmen.
00:30:53: Wir fallen ja grad schuppeln von den Augen.
00:30:56: Ja, sowas.
00:30:56: Haarverflucht!
00:30:57: Was ich nur sagen wollte ist was ja das Schöne schon am Anfang vom Film ist dass man merkt Ben hat so viel Energie er hat noch nichts zu tun von seiner Arbeit aber er sagt ihr er geht trotzdem jeden Tag raus und setzt sich dann in einen Kaffee einfach um etwas zu machen.
00:31:11: Und das ist ja auch das Schöhne daran eben zu merken Er hat soviel Energie er will Sachen machen und deswegen klappt es glaube ich auch so gut mit den Jüngeren weil sie sich da treffen.
00:31:20: Das kommt jetzt heute, also in der heutigen Zeit hoffe ich sowieso.
00:31:24: Weil das Gesetz sich gerade ein bisschen geändert hat bei uns in Deutschland,
00:31:27: d.h.,
00:31:27: du darfst als Rentner, glaube ich, zweitausend Euro unversteuerte zu verdienen.
00:31:32: Wir haben einfach Kräftemangel.
00:31:34: die Alten werden noch gebraucht mit ihrer Kompetenz Und vielleicht kommen die auf dem Weg ja auch wieder mehr in Firmenstrukturen.
00:31:41: Vielleicht auch in jüngeren Unternehmen mit rein und ich bin mir ganz sicher, dass das Zusammengut funktioniert.
00:31:48: Ja.
00:31:48: Vielleicht werden beide Seiten ein bisschen von den Vorurteilen ablassen könnte man sagen.
00:31:53: Zitatel!
00:31:54: Oh ja Leglos?
00:31:55: Und wieder sind sie ernst.
00:31:56: Ich verspreche beim nächsten Mal werde ich wieder irgendeinen Kahlauer raus.
00:32:00: Ich greife zur Brille...
00:32:01: Ja dann haare sehen toll aus.
00:32:04: Ich hab die Haare schön.
00:32:06: Werte schreibt man mit dem Füller Bilanzen mit dem Bleistift, nicht umgekehrt.
00:32:13: Okay
00:32:14: im Sinne von Werte sind sehr immerwährend?
00:32:17: Ja und die kannst du nicht ganz genau und Bilanze sind quasi enderbar.
00:32:22: das hat natürlich jemand gesagt ein Betriebswirt und Coach.
00:32:26: der hat auch einen Buch geschrieben.
00:32:28: Werte leben jetzt Wolf Hinertfauke.
00:32:30: ich glaube nicht dass man ihn kennen muss aber tatsächlich ging es darum.
00:32:34: Ich will nicht sagen, dass Werte unverrückbar sind.
00:32:36: Das stimmt ja gar nicht.
00:32:37: im Gegenteil die... Gott
00:32:38: sei Dank!
00:32:39: Ja
00:32:39: klar, wandeln sich und das müssen sie auch tun aber das Wert ist schon von einer gewissen Beständigkeit Sinn und eben nicht an Zahlen zu messen.
00:32:47: Ja
00:32:47: ich glaube auch, dass die Werte, die ich heute habe, die Werten sind, die auch in dreißigvierzig Jahren noch haben.
00:32:53: Weil so Dinge wie Nächstenliebe empathisch miteinander umgehen gut miteinander kommunizieren sowas genau.
00:33:00: Und dann hatte ich auf Instagram, ich glaube es war ein kleiner Film den ich gesehen habe über eine Schneiderin.
00:33:06: Eine ältere so was wie unsere Annie die dein Debütglied abgeändert hat.
00:33:11: Ja sehr süß!
00:33:12: Also eine Schneiderin die sehr hochwertige Sachen noch richtig schneidet für Frauen und die kostet da natürlich auch ein bisschen Geld.
00:33:19: ist das eben nicht fast Fashion von der Stange gerissen?
00:33:22: und die hat dann mal gesagt Die Leute kennen den Preis einer Sache aber nicht ihren Wert.
00:33:27: Tschüss Also traurig, aber süß.
00:33:30: Ja ich denke wenn wir das im Hinterkopf behalten dass wir auch die Dinge um uns herum ein bisschen mehr drauf abklopfen.
00:33:37: welchen Wert haben sie denn?
00:33:40: wert
00:33:40: und werte hängt doch sehr eng zusammen
00:33:44: als ob es deine verbindung gäbe.
00:33:46: Ich sage jetzt wieder, wozu ich aufgerufen worden bin.
00:33:49: Den üblichen Abgesagen.
00:33:51: Nämlich ihr lieben da draußen wir freuen uns ganz doll wenn ihr uns... Also ich mach's ja ungern!
00:33:57: Ja das ist dir schon unangenehm müssen gerade.
00:33:59: Mach
00:33:59: es ganz schnell dann ist vorbei
00:34:02: Wenn ihr uns einen Daumen hoch gebt oder ein Abo macht.
00:34:05: das finden wir auch ganz super.
00:34:07: und wenn ihr euch austauschen wollt mit uns dann auf Instagram
00:34:11: Und ich werde die auch bald den Zugang geben.
00:34:13: Hast du gesehen?
00:34:15: Es lag mir auf der Zunge.
00:34:16: Wir probieren es, sobald jetzt die Kamera ausgeschaltet ist, dann gebe ich dir das Passort.
00:34:21: Und in der nächsten Folge gebe ich dann Bescheid ob das geklappt hat?
00:34:23: Ob auch ich vielleicht auf diesem Instagram-Account stopp.
00:34:26: mal Podcast immer wenigstens mal eine Story oder so... Das kann nicht nämlich!
00:34:31: Ja,
00:34:32: ich weiß.
00:34:33: Wie geht's denn weiter am nächsten Mal?
00:34:34: Ja
00:34:34: also Forscher auf Folge sieben, oder?
00:34:37: Das ist schon diese Folge.
00:34:39: Wow Also Was nackt im Busch liegen?
00:34:43: Entschuldigt bitte.
00:34:46: Der Satz geht noch weiter!
00:34:47: Nein, du musst die wiederholen nicht ich.
00:34:48: Was nakt im Buschen liegen?
00:34:51: Liegen.
00:34:53: Also was nagt in den Busch fliegen?
00:34:55: Erblendung durch Nagelacke entferner und mehr um Frauenkostüme gemeinsam haben erfahrt ihr in unserer nächsten Folge.
00:35:04: Und das habe ich ohne Chatshipity geschrieben.
00:35:07: Wundervoll!
00:35:08: Ich hab keine Ahnung,
00:35:10: wo mein Bier ist.
00:35:13: Das nächste Mal sprechen.
00:35:14: Vielen Dank.
00:35:15: Auf
00:35:17: Wiedersehen.
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